Projekt „Digital Literacy“ – Erfahrungsbericht über eine Workshop-Reihe

Gefördert durch das Projekt „Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen“ (digLL)

Über das Projekt

Im Rahmen des Projekts „Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen“ (digLL) wird in einem untergeordneten Projekt „Digital Literacy“1 ein zusätzliches Lernangebot für Studierende an der Hochschule Darmstadt in der Abteilung Hochschulzentrum für Studienerfolg und Berufsstart (HSB) von August 2019 bis Januar 2021 entwickelt.

Das Projekt wird aktuell angepasst und es sind Lernangebote für Moodle geplant. Vor der Corona-Krise war das Ziel des Projekts halb- bis ganztägige Präsenz-Workshops mit dem Peer-Learning-Ansatz2 zu verschiedenen Bereichen von Digital Literacy zu konzipieren (siehe Abbildung 1). Dieser Erfahrungsbericht beschreibt eine bereits durchgeführte Präsenz-Workshop-Reihe.

Abbildung 1 Bereiche der digitalen Kompetenzen im Rahmen des Projekts, Quelle: eigene Erstellung

Für das Projekt wurden digitale Kompetenzen (als Synonym für Digital Literacy) intern auf mehrere Bereiche aufgeteilt (siehe Abbildung 1).

Diese Bereiche wurden in einer abgewandelten Form aus der internen repräsentativen Befragung mit dem Titel „Außerfachliche Kompetenzen der Studierenden der Hochschule Darmstadt“, die im Jahr 2019 vom Hochschulzentrum für Studienerfolg und Berufsstart durchgeführt wurde, herausgegriffen. Die befragten Personen waren Studierende, Alumni und Lehrenden der Hochschule Darmstadt. Die Beschreibung der digitalen Kompetenzen in der Befragung lehnte sich an die Studien-Reihe „Future Skills“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. an.

Im Dezember 2019 wurde im Rahmen der Informations- und der Konzeptphase des Projekts eine Pilot-Workshop-Reihe mit dem Titel „digitalSEIN“ durchgeführt, die die Bereiche „Grundlegende IT-Kenntnisse“ und „digitales Handeln kritisch hinterfragen“ abdeckt (siehe Abbildung 1). Das Grobziel war durch Fachvorträge und Gruppenübungen einen bewussteren und kritischeren Umgang mit den Themen IT-Sicherheit, Datenschutz und Digitalisierung im privaten Umfeld zu fördern. Außerdem war es für den Verlauf des Projekts wichtig herauszufinden, wie diese Themen in einem Workshop-Stil bei den Studierenden ankommen und ob ein Bedarf an weiteren Veranstaltungen zu diesen Themen besteht.

Der Studentische Trainerpool, der zu der zentrale Abteilung Hochschulzentrum für Studienerfolg und Berufsstart (HSB) gehört, bietet ein Peer-Learning-Angebot mit über 30 Seminartiteln an. Durch das Projekt “Digital Literacy“ soll das bestehende Angebot für Studierende um Workshops bzw. Online-Kurse zu digitalen Kompetenzen ergänzt werden.

Der Studentische Trainerpool besteht seit dem Jahr 2011 und wird durch die QSL-Mittel finanziert. Pro Semester halten 20-35 studentische Trainer*innen, die selbst Studierende in unterschiedlichen Fachbereichen sind, eintägige Seminare zu Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen. Die Trainer*innen bekommen durch den Austausch mit Studierenden in den Seminaren neue Ideen und konzipieren fortlaufend neue Seminare.

Pro Semester werden zwei Seminarrunden mit je 20 bis 30 Seminartiteln angeboten und sind innerhalb von wenigen Wochen ausgebucht. Jedes Seminar ist auf maximal 20 Teilnehmer*innen ausgelegt. Der Studentische Trainerpool erreicht seine Teilnehmer*innen über den internen E-Mail-Verteiler.

In den Seminaren verstehen sich die Trainer*innen als studentische Lernbegleiter*innen auf Augenhöhe und nicht als hierarchisch übergeordnete Lehrpersonen. Die Absicht ist in jedem Seminar eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen, vorhandenes Wissen zu aktivieren, neue Wissensimpulse zu setzen und Austausch zwischen den Studierenden zu fördern.

Die studentischen Trainer*innen arbeiten zu zweit oder zu dritt zusammen und bereiten sich selbstständig auf die Seminare vor. Sie greifen zwar auf fertige Seminarleitfäden zurück, können aber bei Bedarf selbstständig die didaktischen Methoden, die Inhalte und die Reihenfolge der Übungen anpassen. Die Trainer*innen können bei der Vor- und Nachbereitung ortsunabhängig zusammenarbeiten, weil alle Unterlagen auf einer internen Plattform digital bereitstehen. Die Seminardurchführung findet in den Räumen des HSB bzw. in anderen Räumen der Hochschule Darmstadt statt. Aktuell werden keine Präsenzveranstaltungen angeboten, stattdessen wird auf Moodle seit Mai 2020 ein digitales Lernangebot zu Methoden- und Selbstkompetenzen aus Video-Tutorials, Webinaren und einem Podcast angeboten.

Für jedes der drei Themen IT-Sicherheit, Datenschutz, Digitalisierung wurde jeweils eine Abendveranstaltung unter der Woche von 17:00 bis 20:00 Uhr geplant (siehe Tabelle 1). Die Workshops konnten unabhängig voneinander besucht werden. Die Teilnehmerzahl war auf 20 Personen begrenzt. Das kostenlose und freiwillige Angebot hat sich an alle Studierenden der Hochschule Darmstadt gerichtet.

Tabelle 1 Übersicht über die drei durchgeführten Workshops im Dezember 2019
Termin Workshop-Titel Referent*in Anzahl der Teilnehmenden
05.12.2019 17:00-20:00 Uhr IT-Sicherheit im Alltag Ein Mitarbeiter des Unternehmens Schwarz IT AG 14
09.12.2019 | 17:00-20:00 Uhr Datenschutz im Alltag Studentischer Trainer, Studiengang Informationsrecht, Hochschule Darmstadt 11
12.12.2019 | 17:00-20:00 Uhr Digitalisierung im Alltag Mitarbeiter aus dem Fachbereich Informatik, Hochschule Darmstadt 10

Jeder Workshop bestand aus einem fachlichen Vortrag eines Experten, einer oder zwei Gruppenübungen, die zum Teil von studentischen Trainer*innen mitbegleitet wurden, und aus kurzen Pausen für einen lockeren Austausch untereinander. Während der Durchführung wurde auf eine gesellige Atmosphäre auf Augenhöhe Wert gelegt, damit sich die Teilnehmenden trauen Fragen zu stellen.

Der zweite Workshops „Datenschutz im Alltag“ wurde von einem studentischen Trainer durchgeführt, der Inhalte aus seinem Informationsrechtstudium einbringen konnte. Er wechselte zwischen fachlichem Inhalt und Gruppenübungen.

Der erste und der dritte Workshop deckten sehr spezielle Themen IT-Sicherheit und Digitalisierung ab, die im Studentischen Trainerpool noch nicht vorhanden waren. Aus diesem Grund wurden zwei Experten für den fachlichen Teil des Workshops eingeladen. Im praktischen Teil der Workshops wurden Gruppenübungen zum Teil von den Referenten selbst und zum Teil von der Projektmitarbeiterin angeleitet.

An allen drei Workshops waren zusätzlich einige studentische Trainer*innen anwesend und unterstützten die Projektkoordinatorin während den Workshops bei verschiedenen Aufgaben, wie zum Beispiel die Vorbereitung des Raumes, die Begrüßung der Teilnehmenden, die Verteilung von Einwilligungserklärungen zur Videoaufzeichnung und die Beantwortung von Fragen zum Ablauf des Abends. Sie hatten außerdem die Aufgaben mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen und interessante Themen für weitere Workshops zu identifizieren. Während den Gruppenübungen unterstützten sie die Teilnehmenden bei den Aufgaben.

Die Vorträge der Referenten wurden vom E-Learning-Team aufgezeichnet, um diese später auf Moodle weiteren interessierten Personen zur Verfügung zu stellen. Die Nutzung als OER-Material ist angedacht.

Das Ziel des Workshops war das Bewusstsein der Teilnehmenden für IT-Angriffe durch Phishing-Mails, gefälschte Webseiten, Angriffe auf IT-Infrastruktur und Social Engineering zu schärfen. Für diesen Workshop wurde ein Mitarbeiter aus einer IT-Sicherheitsabteilung eines deutschen Unternehmens eingeladen.

Die Moderation des Workshops übernahm die Projektkoordinatorin. Am Anfang der Veranstaltung haben die Trainer*innen bei den Vorbereitungen des Raumes geholfen und die Teilnehmer*innen begrüßt. Sie standen außerdem für Fragen zum Verlauf des Workshops zur Verfügung. Während des Workshops war ihre Aufgabe den Workshop aus der Teilnehmerperspektive zu beobachten und später zu reflektieren, welche Inhalte sinnvoll waren und welche ergänzt werden könnten.

Zuerst wurde eine Think-Pair-Share-Übung3 zum Thema Phishing-Mails durchgeführt, um das Vorwissen der Teilnehmenden zu aktivieren. Die häufigsten IT-Angriffe geschehen durch Phishing-Mails – diese Information war den meisten Teilnehmenden ohne Fachwissen bekannt. Bei dieser Übung haben die Teilnehmenden acht Phishing-Mails analysiert. Die Teilnehmenden sollten nach dieser Übung Elemente in einer E-Mail, die auf eine Phishing-Mail hindeuten, erkennen und benennen können (siehe Abbildung 2). Der Gastreferent war als Fachexperte bei der Präsentation der Gruppen anwesend und bestätigte, dass die Ergebnisse richtig waren. Vor dem Gastvortrag konnten die Teilnehmenden ihre Fragen zum Thema IT-Sicherheit auf einer Flipchart aufschreiben (siehe Abbildung 3). Dann fand der Gastvortrag statt, bei dem auf die vorherige Übung und die notierten Fragen der Teilnehmenden eingegangen wurde. Nach dem Vortrag haben die Studierenden weitere Fragen gestellt, die sich auf den alltäglichen Umgang mit technischen Geräten fokussierten, wie zum Beispiel: Ist ein Anti-Virus-Programm wirklich nötig und wenn ja, welches? Wie sicher sind Smartphones vor Angriffen geschützt?

Der Vortrag fand im einem Seminarraum für 20 Personen (siehe Abbildung 4) und die Gruppenarbeit fanden zum Teil im Nebenraum statt.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass das Interesse der Studierenden an der IT-Sicherheit im Alltag hoch ist und dass sie zwar von einigen Themen auf diesem Gebiet gehört haben, aber sich bei vielen Dingen unsicher sind.

Die Teilnehmenden sollten durch den Workshop die wichtigsten Grundsätze des DSGVO kennenlernen und diese in den Datenschutzrichtlinien der bekannten Dienste erkennen.

Bei diesem Workshop war der Referent ein studentischer Trainer, der sein Fachwissen aus dem Informationsrechtstudium einbrachte. Er führte den ganzen Workshop allein durch, hielt einige Kurzvorträge, leitete die Übung an und stand für Fragen zur Verfügung.

Zunächst gab es eine kurze Einführung in die Geschichte und die Grundsätze der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Dann wurde eine Think-Pair-Share-Übung durchgeführt, bei der die Teilnehmenden die Auszüge aus Datenschutzrichtlinien der bekannten Dienste, wie Amazon, Payback, Whatsapp & Co. mithilfe den beiden Paragrafen § 5 und § 6 der DSGVO analysieren sollten. Die Studierenden waren interessiert und motiviert bei der Übung, weil sie die Dienste selbst nutzen und neugierig darauf waren zu erfahren, was mit ihren Daten tatsächlich passiert. Nach der Übung stellten die Gruppen ihre Ergebnisse vor (siehe Abbildung 5 und Abbildung 6). Der Referent überprüfte die Ergebnisse und beantwortete bei Bedarf offene Fragen. Durch die Übung wurde den Teilnehmenden bewusst, wofür Dienste ihre Daten nutzen und wie sie diese verarbeiten.

Das Ziel des Workshops war den Studierenden eine mögliche Sicht auf die digitale Transformation zu zeigen. Sie sollten angeregt werden sich selbst eine eigene Meinung zu bilden und Entwicklungen in der Arbeitswelt zu hinterfragen.

Für dieses Thema wurde ein Referent aus dem Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt eingeladen, der in seinem Vortrag seine subjektive Sicht auf die Digitalisierung dargestellt und die Studierenden immer wieder zur Diskussion eingeladen hat.

Am Anfang der Veranstaltung hat er eine Gruppenübung angeleitet, um die Gruppe zu aktivieren. Um zu zeigen, wie die innere Einstellung eines Teams den Erfolg beeinflussen kann, wurde die Turmbau-Übung gewählt. Die Studierenden sollten in Gruppen innerhalb von 15 Minuten einen Turm aus Spaghetti und Klebeband bauen. Das Ziel war den höchsten Turm zu bauen, der das Gewicht eines Marshmallows tragen kann (siehe Abbildung 7). Nach der Übung wurden die Gruppen gefragt, wie sie an die Aufgaben herangegangen und wie sie mit Fehler umgegangen sind. Die Ergebnisse sind unterschiedlich ausgefallen.

Der Referent hat nach der Übung zu seiner Präsentation übergeleitet und fing mit der Definition der Digitalisierung an. Er stellte einige Modelle der digitalen Transformation vor, die er hilfreich fand, um ein Verständnis für die digitale Transformation zu bekommen. Diese Modelle waren der Hype-Zyklus nach Gartner Inc., das VUCA-Modell und das lernOS Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen.

Er zeigte auf, wie sich die Geschäftsmodelle verändert und sich in den digitalen Raum verlagert haben. In diesem Zusammenhang sprach er kurz über die Gig Economy4. Dann leitete er die letzte Gruppenübung, bei der die Studierenden die Plattform www.studydrive.net/de analysieren und herausfinden sollten, welches Geschäftsmodell dahintersteht und ob sie die Plattform nutzen würden. Sie konnten dafür ein Arbeitsblatt mit der Methode Business Model Canva benutzen, welche sich zur Visualisierung und Strukturierung von Geschäftsmodellen eignet. Die Gruppen stellen am Ende der Gruppenarbeit ihre Ergebnisse vor (siehe Abbildung 8). Der Referent zeigte am Ende in seiner Präsentation, dass das Unternehmen durch sein kostenloses Angebot für Studierende Hochschulmarketing betreibt. Er empfahl den Studierenden kritisch mit kostenlosen Angeboten umzugehen.

Alle Workshops fanden in einer lockeren Atmosphäre statt, bei der man sich bei einem Getränk unterhalten und neue Kontakte knüpfen konnte. Dadurch, dass sich die Referenten und die Teilnehmenden geduzt haben, entstand ein vertrauter Rahmen. So konnten auch grundlegende und „einfache“ Fragen gestellt werden, ohne dass sich die Studierenden dabei unwohl fühlten.

Alle Referenten waren sehr motiviert, offen für Fragen und an der Sichtweise der Studierenden interessiert. Außerdem konnten sie sich gut in die Studierendenperspektive versetzen und deshalb auf Augenhöhe über ihr Thema sprechen. Die Teilnehmenden waren deshalb, trotz der späten Uhrzeit, sehr aufmerksam, stellten viele Fragen und diskutierten miteinander.

Beim Workshop „Datenschutz im Alltag“ wurde das Peer-Learning im vollen Zuge umgesetzt, weil der Referent ein studentischer Trainer war und das Fachwissen aus seinem Studium mitgebracht hat. Bei den anderen zwei Workshops musste ein externer Referent eingeladen werden, weil die Expertise im Team noch nicht vorhanden war. Die studentischen Trainer*innen übernahmen bei diesen Workshops organisatorische Aufgaben.

Das Lernziel im Workshop „IT-Sicherheit im Alltag“ war es die Studierenden an das Thema „IT-Angriffe“ heranzuführen. Anhand einer Think-Pair-Share-Übung zu Phishing-Mails sollten die Teilnehmer*innen Elemente einer Phishing-Mail erkennen und benennen können. Bei der Gruppenpräsentation hat der Referent die Ergebnisse kontrolliert und bei Bedarf kommentiert. Die Studierenden haben die Aufgabe richtig gelöst, somit wurde das Lernziel erreicht.

Beim zweiten Workshop „Datenschutz im Alltag“ sollten die Teilnehmenden bei einer Think-Pair-Share-Übung anhand der Datenschutzrichtlinien von bekannten Dienst und den Paragrafen § 5 und § 6 der DSGVO herausfinden, welche Daten auf welche Weise verarbeitet werden. Der Referent verfügte über das Fachwissen und konnte die Ergebnisse überprüfen. Die Teilnehmer*innen haben das Lernziel erreicht.

Das Lernziel des dritten Workshops „Digitalisierung im Alltag“ war grob gefasst. Die Teilnehmenden sollten durch die Präsentation des Referenten, eine Turmbau- und eine Think-Pair-Share-Übung eine vernetzte und kritische Sicht auf die digitale Entwicklung in der Arbeitswelt bekommen. Überprüft konnte dieses grobe Lernziel leider nicht.

Als Medien wurden Power-Point-Präsentationen, Metaplanwände und Flipcharts eingesetzt.

Eine Herausforderung war es die neuen Workshops so zu bewerben, dass die Studierenden die Relevanz der digitalen Themen für ihren Alltag begreifen.

Im Studentischen Trainerpool erfolgt die Werbung für die Seminare über einen großen E-Mails-Verteiler. Auch bei der Workshop-Reihe wurden die Studierenden per E-Mail benachrichtigt. Für die Workshop-Reihe wurden folgende Betreffzeilen gewählt, um die Studierenden möglichst neugierig zu machen:

  • So erkennst du Phishing-Mails, böse Webseiten & Co. – IT-Sicherheit im Alltag – Workshopreihe „digitalSEIN“
  • So verarbeiten Amazon, Payback, Whatsapp & Co. deine Daten – Datenschutz im Alltag – Workshop-Reihe „digitalSEIN“
  • So sieht Digitalisierung in Unternehmen wirklich aus – Digitalisierung im Alltag – Workshop-Reihe „digitalSEIN“

Um die Themen ansprechend zu gestalten und die Relevanz für den Alltag herauszuarbeiten, wurde die die Studierendensicht eingenommen. Deshalb konnten die Werbe-E-Mails und der Inhalt der Veranstaltungen so gestaltet werden, dass die Studierenden eine Schnittmenge zwischen dem Thema, ihrem Alltag und ihren Wissenslücken sehen. Zudem musste der Inhalt auch motivierend genug wirken, damit sie in den Abendstunden an dem freiwilligen Angebot teilnehmen.

Herausfordernd waren bei der Planung auch die zeitintensiven, inhaltlichen Absprachen mit den Referenten. Die Zusammenarbeit war erfolgreich, weil die Referenten Offenheit, Bereitschaft und Zeit mitgebracht haben, gemeinsam die Inhalte des Workshops zu entwickeln. Der Anspruch war die Veranstaltungen so zu konzipieren, dass die Studierenden wirklich etwas Relevantes für ihren Alltag mitnehmen.

Bei der Vorbereitung des Seminarraumes und während der Durchführung musste die Video-Aufzeichnung durch das E-Learning-Team berücksichtigt werden. Die Stühle im Seminarraum werden im Studentischen Trainerpool üblicherweise in einem Halbkreis angeordnet. Um zwei Kameras im Raum unterzubringen und dabei die Teilnehmenden nicht von vorne aufzuzeichnen, wurden Stuhlreihen gestellt. Die Befürchtung dabei war, dass durch eine andere Bestuhlung die Veranstaltung eher einem Vorlesungscharakter entsprechen würde und die Teilnehmenden sich dadurch nicht trauen könnten Fragen zu stellen. Die Befürchtungen sind nicht eingetreten und die Motivation der Referenten hat zur aktiven Teilnahme am Workshop geführt.

Während der Präsentationen der Referenten wurde für Zwischenfragen ein Mikrofon durchgereicht. Am Anfang war es für die Teilnehmenden gewöhnungsbedürftig, aber es hinderte die meisten nicht daran Fragen zu stellen.

Das Grobziel der Workshop-Reihe war durch Fachvorträge und Gruppenübungen einen bewussteren und kritischeren Umgang mit den Themen IT-Sicherheit, Datenschutz und Digitalisierung im privaten Umfeld zu fördern. Dieses wurde in bereits beschriebenen Feinzielen in den einzelnen Workshops erreicht.

Außerdem war es für den Verlauf des Projekts wichtig herauszufinden, wie die Themen IT-Sicherheit, Datenschutz und Digitalisierung in einem Workshop-Stil bei den Studierenden ankommen und ob Bedarf für weitere Veranstaltungen da ist.

Die lockere Atmosphäre, die Workshop-Themen und die Referenten kamen sehr gut an. Die Noten aus den Evaluationsbögen lagen für alle drei Workshops zwischen 1,3 und 1,8 (siehe Abbildung 9). Das Ergebnis zeigt, dass die Workshop-Reihe gut angekommen ist. Darüber hinaus haben die Teilnehmer*innen nach ihrer eigenen subjektiven Aussage hilfreiche Inhalte und neue Erkenntnisse erlangt. Sie haben außerdem in einem Freitextfeld weitere Workshop-Themen angegeben, die sie sich in Zukunft wünschen. Die Studierenden nannten folgende Themen:

  • Informatikkenntnisse für Einsteiger*innen z.B. wie Apps/Programme etc. funktionieren
  • Programmieren für Fachfremde
  • Digitalisierung und digitale Ethik,
  • Datenschutz und Urheberrecht,
  • Softwarekenntnisse
  • digitales Selbstmanagement,
  • Suchmaschinenoptimierung.
Abbildung 9 Evaluationsergebnisse der Workshops. Notenskala: 1=sehr gut bis 5=mangelhaft.

In der Abbildung 9 sind die drei Workshops dargestellt. Zum Workshop „IT-Sicherheit im Alltag kamen von 23 Anmeldungen 14 Teilnehmer*innen, von denen nur 11 einen Evaluationsbogen ausgefüllt haben. Für den Workshop „Datenschutz im Alltag“ lagen 16 Anmeldungen vor, teilgenommen haben 11 Studierende, die alle einen ausgefüllten Evaluationsbogen abgegeben haben. Am Workshop „Digitalisierung im Alltag“ haben von 17 angemeldeten Studierenden 11 teilgenommen, die auch alle einen Evaluationsbogen ausgefüllt haben.

Im Studentischen Trainerpool reflektieren Trainer*innen nach jeder Veranstaltung, wie sie die Workshops empfunden haben und was sie persönlich besser machen würden.

Nach der Workshop-Reihe gaben die Trainer*innen ihr subjektives Feedback, dass sie „IT-Sicherheit im Alltag“ auf mehrere Termine, z.B. im wöchentlichen Turnus, aufteilen würden. Für solche Teilnehmenden, die in ihrem Studium keine Informatik und sonst kein technisches Wissen haben, wäre ein Einstiegs-Workshop hilfreich, wo ein paar Grundlagen vermittelt und die wichtigsten Begriffe erklärt werden.

Das Feedback der studentischen Trainer*innen zum Workshop „Datenschutz im Alltag“ war sehr positiv und sie fanden die Übung verständlich und hilfreich für ihren Alltag.

Am Workshop „Digitalisierung im Alltag“ fanden die studentischen Trainer*innen sehr gelungen, wie der Referent während seiner Präsentation durch seine Fragen die Teilnehmenden zum kritischen Nachdenken und zu einer Diskussion angeregt hat.

Die Abendveranstaltungen sollten auf 4 Stunden verlängert werden, um genug Pausen zum Austausch zu haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Studierenden in den Pausen weiter über das Thema des Workshops sprechen und in Kontakt mit Studierenden aus anderen Studiengängen kommen. Aus den Gesprächen entstehen oft interessante Diskussionen, weil die Studierenden unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Sie schätzen den Austausch, weil sie normalerweise eher selten mit Studierenden aus anderen Fachbereichen in Kontakt sind.

Die einzelnen Workshop-Themen wurden an den einzelnen Abenden sehr komprimiert dargestellt. Wegen dem hohen Interesse könnten die Inhalte einzelner Themen auf mehr Workshops verteilt und somit vertieft werden.

Damit die Inhalte dem Peer-Learning-Konzept entsprechen und die studentischen Trainer*innen auch inhaltlich eingebunden sind, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Referent*innen sehr wichtig. Weiterhin sollte darauf geachtet werden möglichst wenig Fachwörter zu benutzen und viele Beispiele aus dem Alltag zu geben.

Die Wahl einer referierenden Person5 ist für den Erfolg der Veranstaltungen entscheidend. So konnten die Referenten in den Workshops durch den Umgang auf Augenhöhe und die hohe Motivation die Studierenden erreichen.

Die parallele Videoaufzeichnung der Vorträge wurde von den Teilnehmer*innen unterschiedlich wahrgenommen. Beim ersten Workshop war die Gruppe trotzdem offen und hat viele Fragen gestellt. Beim zweiten Workshop war eine gehemmte Stimmung in der Gruppe, welche auch in einem Evaluationsbogen angemerkt wurde. Beim dritten Workshop hat die Gruppe sich trotz der Videoaufzeichnung aktiv eingebracht. Der Grund für die unterschiedlichen Reaktionen lässt sich aus den vorliegenden Evaluationsergebnissen nicht eindeutig benennen. Um in Zukunft auf der sicheren Seite zu sein und die lockere Atmosphäre eines Workshops nicht zu stören, könnte die Videoaufzeichnung nur punktuell bei Vorträgen und nicht bei den Fragerunden eingesetzt werden.

Die gewünschten Workshop-Themen der Teilnehmenden aus den Evaluationsbögen sind sehr umfangreich und können im kurzen Projektzeitraum nicht umgesetzt werden. Außerdem sind manche Workshop-Wünsche zu spezifisch für das Projekt, wie z.B. das Programmieren oder die Suchmaschinenoptimierung. Das Projekt beschäftigt sich in erster Linie mit grundlegenden digitalen Kompetenzen.

Das Ergebnis der Workshop-Reihe hat gezeigt, dass es sinnvoll ist eng mit den Referent*innen zusammen zu arbeiten, um den inhaltlichen Rahmen auf die Zielgruppe anzupassen und auch die „einfachen“ Fragen und Inhalte, die die Studierende oft haben, zu berücksichtigen. Außerdem sind sie dankbar, wenn man auf sie mit einem begrenzten Thema und vorbereiteten Leitfragen zugeht. Dadurch können sie sich effizienter vorbereiten.

Die Projektmitarbeiterin hat den Referenten bei den Veranstaltungen den fachlichen Teil überlassen und übernahm teilweise die Begrüßung, die Moderation der Übungen und die Verabschiedung. Die Referenten brachten bereits Erfahrung mit der Zielgruppe Studierende mit. Das ist auch für zukünftige Workshops von Vorteil. Die Referenten der Pilot-Workshop-Reihe haben sich bereit erklärt in Zukunft weitere Vorträge im Rahmen des Workshops zu geben.

Für die Zukunft ist es denkbar, dass die Vorbereitung und die Durchführung von Workshops in enger Zusammenarbeit zwischen studentischen Trainer*innen und Referent*innen zu bestimmten Themen erfolgt. Die studentischen Trainer*innen formulieren während der Konzeption interessante Fragen an den*die Expert*in und bestimmen damit den Inhalt der Workshops aus der Studierendensicht.

Wenn Trainer*innen sich durch ihr Studium in bestimmten Themen auskennen, dann können sie inhaltliche Anteile selbst übernehmen und nur bei Bedarf offene Fragen mit den Expert*innen klären.

Falls manche Themen zu speziell sein sollten, könnten die Referent*innen den Fachinput und die Trainer*innen die Moderatorenrolle (Begrüßung, Ankündigung von Übungen, Pausen und Fragerunden, Verabschiedung) übernehmen.

Durch die Umstellung der Lehre auf digitale Formate konnte die Projektumsetzung beschleunigt werden – auch wenn die Präsenz-Workshops nicht weitergeführt werden konnten. Kurzfristig wurden das weitere Vorgehen im Projekt flexibel angepasst und Online-Lernkurse geplant.

Das Schulen der Trainer*innen im Bereich digitale Kompetenzen aus dem Bereich „Wissenserzeugung“ (siehe Abbildung 10), wie das Leiten von Webinare, Erstellen von Video-Tutorials und Podcasts, wurde durch die Corona-Krise bereits im Frühjahr 2020 begonnen. Das neu erlernte Wissen wurde von den Trainer*innen direkt angewendet, in dem sie neue digitale Lern-Konzepte anhand der vorhandenen Inhalten aus den bestehenden Präsenz-Seminaren entwickelt und umgesetzt haben. Für den Projektverlauf ist die steile Lernkurve sehr wertvoll, weil sie den Trainer*innen ermöglicht erste Erfahrungen mit dem Erstellen von Online-Lernkursen zu sammeln und diese ggf. anzupassen.

Die Umsetzung des Projekts „Digital Literacy“ erfolgt in Zusammenarbeit mit studentischen Trainer*innen, weil sie im Sinne des Peer-Learnings digitale Kompetenzen an Studierende vermitteln sollen. In der Abbildung 10 sind die Bereiche der digitalen Kompetenzen mit bereits durchgeführten Workshops und geplanten Online-Lernkursen dargestellt. Einige Bereiche wurden schon zum Teil umgesetzt, andere sind geplant.


Abbildung 10 Bereiche der digitalen Kompetenzen im Rahmen des Projekts, ergänzt um die durchgeführten Workshops und geplanten Online-Lernkurse, Quelle: eigene Erstellung

Im Bereich „Grundlegende IT-Kenntnisse“ haben die studentischen Trainer*innen die bestehenden Präsenzseminare zu Softwareprogrammen, wie MS-Office, LaTeX, MATLAB in Form von Online-Lernkursen, selbsterstellten Video-Tutorials und Übungen sowie Webinaren erfolgreich umgesetzt. Es ist angedacht in diesem Bereich auch Online-Lernkurse zu den aufgezeichneten Präsenz-Workshops „IT-Sicherheit im Alltag“, „Datenschutz im Alltag“ und „Digitalisierung im Alltag“ zu erstellen.

Das Gebiet „Informationskompetenz“ wird in diesem Projekt nicht behandelt, weil ein ähnliches Angebot bereits in der Bibliothek der Hochschule Darmstadt vorhanden ist.

Durch die Teilnahme an den Online-Lernkursen des Studentischen Trainerpools besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Studierenden digitale Kompetenzen aus den Bereichen „Wissenserweiterung“ (selbstständiges Lernen durch ein E-Learning-Angebot) und „Digital gestützte Zusammenarbeit“ durch das Learning-by-Doing aneignen. Außerdem erlernen die meisten Studierenden diese Kompetenzen in der aktuellen Zeit zwangsläufig in ihrem Studium. Für diese Bereiche werden aus diesen Gründen im Rahmen des Projekts keine speziellen Lernangebote zur Verfügung gestellt.

Anfang April 2020 hat die Projektmitarbeiterin gemeinsam mit ein paar studentischen Trainer*innen einen studentischen Podcast gestartet, welcher zum Bereich „Wissenserzeugung“ (Erzeugung von digitalen Inhalten, wie z.B. Texten, Übungen, Videos, Podcasts) gehört. Mit dem Ansatz Learning-by-Doing wurden die ersten Folgen aufgezeichnet und auf intern Moodle hochgeladen. Eine Veröffentlichung auf anderen Plattformen außerhalb der Hochschule ist angedacht. Im April 2020 sind neue Trainer*innen dem Team beigetreten, die Erfahrungen mit Podcast-Erstellung haben. Daraus ist die Idee für einen Online-Lernkurs „Podcast-Erstellung für Einsteiger*innen“ entstanden.

Darüber hinaus ist, ebenfalls auf einen Impuls eines Trainers, ein Online-Lerkurs zum bewussten Umgang mit Medien geplant, welcher sich zum Gebiet „Interaktion über Online-Kanäle“ zuordnen lässt.

JISC (Joint Information Systems Commitee) Aufruf am 31.01.2020

Kirchherr, Julian; Klier, Julia; Lehmann-Brauns, Cornels; Winde, Mathias (2018): FUTURE SKILLS: WELCHE KOMPETENZEN IN DEUTSCHLAND FEHLEN. Future Skills – Diskussionspapier 1. Hg. v. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Kröpke, Heike; Szabo-Batancs, Melanie; Bock, Silke (2012): Investition in die Qualität der Lehre. Einsatz studentischer Tutorinnen und Tutoren am Beispiel zweier Fachhochschulen in Deutschland. In: Tobias Zimmermann und Franziska Zellweger (Hg.): Lernendenorientierung. Studierende im Fokus. 1. Auflage. Bern: hep, der Bildungsverlag (Forum Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung, Band 3), S. 112–142.

Rohr, Dirk; Ouden, Hendrik den; Rottlaender, Eva-Maria (2016): Hochschuldidaktik im Fokus von Peer Learning und Beratung. 1. Auflage. Weinheim, Basel: Beltz Juventa.

Qin, Jian; D’Ignazio, John (2010): Lessons learned from a two-year experience inscience data literacy education. International Association of Scientific and Technological University Libraries, 31st Annual Conference. Hg. v. Purdue e-Pubs. Purdue University Zuletzt geprüft am 06.09.2019.

Zellweger, Franziska; Zimmermann, Tobias (2012): Gute Fachhochschullehre aus Sicher von Studierenden. In: Tobias Zimmermann und Franziska Zellweger (Hg.):

Lernendenorientierung. Studierende im Fokus. 1. Auflage. Bern: hep, der Bildungsverlag (Forum Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung, Band 3), S. 39–60.

1) Zusammenfassend lässt sich Digital Literacy in diesem Projekt als grundlegende digitale Kompetenz beschreiben, die Menschen dazu befähigt sich bewusst und kritisch in der digitalen Welt zu bewegen. Diese Beschreibung basiert auf folgenden Definitionen:

  • Der Hochschulforum Digitalisierung bezieht sich auf folgende Definition von Digital Literacy „Locate, organize, understand, evaluate, and create information using digital technology.“ (Qin und D’Ignazio 2010, S. 2)
  • Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft versteht Digital Literacy als einen Teil von digitale Grundfähigkeiten und erklärt Digital Literacy auf folgende Weise: „Grundlegende digitale Skills beherrschen, z.B. sorgsamer Umgang mit digitalen persönlichen Daten, Nutzen gängiger Software, Interagieren mit KI.“( Kirchherr et al. 2018, S. 6)
  • Auch diese Definition der britischen gemeinnützigen Organisation zur Förderung digitaler Technologien in Forschung und Lehre zielt auf die grundlegenden digitalen Fähigkeiten im Alltag ab: „We define digital literacies as the capabilities which fit someone for living, learning and working in a digital society.” (JISC, 2015) Zurück nach oben

2) Unter Peer wird eine Person verstanden, die Ähnlichkeiten zu einer anderen Person aufweist, z.B. Status/Rolle innerhalb der Gesellschaft, Erfahrungen und Interessen. Mit Peer-Learning ist hier kollegiales Lernen unter Gleichgesinnten gemeint (vgl. Rohr et al. 2016, S. 106). Zurück nach oben

3) Die Methode auf der Webseite des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) beschrieben. Zugriff am 02.03.2020 Zurück nach oben

4) Definition: „Gig Economy bezeichnet einen Teil des Arbeitsmarktes, bei dem kleine Aufträge kurzfristig an unabhängige Selbständige, Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte vergeben werden. Dabei dient häufig eine Onlineplattform als Mittler zwischen Kunde und Auftragnehmer, die Rahmenbedingungen setzt und deren Betreiber eine Provision einbehält.“ Quelle: Wikipedia. Zugriff am 19.05.2020 Zurück nach oben

5) Aus einer nicht repräsentativen Diskussionsanalyse aus einem studentischen Beirat wurden Merkmale für gute Lehre ermittelt. Besonders häufig wurde didaktische Kompetenz, Interaktion zwischen dem Dozierenden und den Studierenden und die Persönlichkeit (Authentizität, transparente Rollengestaltung) der Dozierenden genannt. (vgl. Zellweger und Zimmermann 2012, S. 51–54) Zurück nach oben

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