Rückblick: Digitales Vernetzungstreffen für Lehrende der Philologie am 30.06.2020

Am 30.06. fand die erste hessenweite „Digitale Kaffeerunde für Lehrende“ statt. Dozierende der projektbeteiligten Hochschulen aus verschiedenen philologischen Fächern waren eingeladen, sich über die Herausforderungen, Vor- und Nachteile der digitalen Vermittlung von Sprachen auszutauschen. Dr. Ulrike Zoch (Afrikanistik) und Dr. Guido Woldering (Japanologie) von der Goethe-Universität Frankfurt berichteten von ihren Erfahrungen aus dem aktuellen Sommersemester.

In ihrer Lehre kamen neben dem hochschuleigenen Learning Management System auch Dienste wie Cryptpad oder H5P zum Einsatz, die die Interaktivität und die Zusammenarbeit von Studierenden unterstützen. Insbesondere bei den Audioaufgaben, die das Sprach- und Hörverständnis schulen, stellten die Lehrenden einen höheren Lerneffekt fest.

Wenngleich der Einsatz digitaler Tools Vorteile für etwa mobilitätseingeschränkte Personen oder Auslandsstudierende bietet, so fehlen hier die „Zwischentöne“, die etwa durch Gestik und Mimik ausgedrückt werden. Je nach Gruppengröße ist diese Art der Lehre mit weniger Spontaneität und mehr moderativem Aufwand verbunden.

In der anschließenden Diskussion ging es neben der Frage nach Online-Prüfungsformaten und Anwesenheitspflicht auch um die unterschiedlich starke Aktivität der Studierenden: Ob sie die wöchentlichen 90-minütigen Videokonferenzen vorziehen oder sich selbstständig gegenseitig, etwa via Kanban-Board, Vokabeln beibringen, liegt zu großen Teilen auch daran, wie weit die Studierenden in ihrem Studium fortgeschritten sind.

Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen möchten die Vortragenden zukünftig das sogenannte Blended Learning anbieten, eine Mischung aus Präsenz- und Online-Lehre. Dabei sollen Präsenzveranstaltungen genau so intensiv reflektiert werden wie dies aktuell bei virtuellen Formaten geschieht.

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